Bürgerinitiative Kein Hochhaus im Viertel

Es tut sich was an der LZB

Wie schon einige gemerkt haben, bewegt sich gerade etwas vor und auf dem Glände der LZB. Nach Auskunft der Baubehörde werden gerade die Anträge auf Abriss (Außenabriss) und auf Baumfällungen bearbeitet.

 

Auch die ganzen Einwendungen zum B-Plan werden bearbeitet.

Wenn der Plan für den Abriss aus Sicht der Baubehörde vollständig ist (daran wird zusammen mit dem Bauträger gearbeitet), wird er der Deputation vorgelegt, die ihn genehmigen muß.

Bleibt am Ball, schreibt den Deputierten, was Ihr von der Sache haltet.

Der Beirat macht übrigens eine Veranstaltung, geht auf die Seite des Beirates für die Zugangangsdaten der "öffentlichen" Videokonferenz: www.ortsamtmitte.bremen.de, ab dem 06. 11. gibts die Daten für die Sitzung am 18.11.

Petition online: Für den Erhalt der Bäume, für den Erhalt der Kunst

Das geplante Bauwerk betrifft die Kohlhökerstraße in besonderer Weise, wir haben ja schon an verschiedenen Stellen auf die geplante Abholzung aufmerksam gemacht.

Betroffen ist auch ein Kunstwerk, das sich großer Beliebtheit erfreut, und das ein gutes Beispiel für Kunst im öffentlichen und halböffentlichen Raum ist: Das "Boule-Spiel" von Bernd Uiberall, 1943- 2003, große polierte Granitkugeln, die das Gebäude mit der Straße verknüpfen.

Der Investor sagte zu, es solle erhalten bleiben, wie genau das von statten gehen soll, da auch die Bäume und die Kugeln im Eingangsbereich Teil des Kunstwerkes sind, wie der Dialog aufrechterhalten bleiben soll, Funkstille.

Aus diesem Grund: Petition. Link anklicken, zeichnen und teilen, teilen, teilen.

Danke

 Die Aktion auf dem Kennedyplatz am 12. September war sehr schön, bald weitere Aktionen

Die Abstands- und sonstigen Regeln konnten wir ganz gut einhalten, trotzdem konnten wir auch konstruktive Gespräche führen, geht doch.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beim March for Future am 25ten waren
wir auch dabei:
Klimaschutz ist überall, Umbau vor Rückbau
(Abriss)

Wie geht es weiter?

Nachdem am 04.08.2020 die Frist für die Auslegung der Planung für die Kohlhökerstraße (0143 eingeben) abgelaufen ist, wird es nun spannend.

Nicht nur unsere sehr umfangreiche Einwendung ist bei der Behörde eingegangen, sondern auch noch viele weitere Einwendungen, die Ihr geschrieben habt. Danke dafür an dieser Stelle.

Alle Argumente müssen nun abgearbeitet werden. Auch insoweit können wir Akteneinsicht nehmen.

Bedenkenswert ist allerdings, dass der Investor schon vor einiger Zeit die Hoffnung geäußert hat, im September den Bauantrag stellen zu können, was bedeuten würde, dass die Stadtbürgerschaft schon bei Ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause, am 15.09.2020 einen Beschluss fasst. Das ist sportlich, verwundert aber auch nicht, da die Baudeputation sich ja bekanntermaßen in der Lage sah, binnen kürzester Zeit im Umlaufverfahren ohne Diskussion einen Beschluss zu fassen über den Antrag, den Plan auszulegen. Nun, auch diesmal wird hier sicherlich eine schnelle Entscheidung möglich sein, zumal im Namen der Koa gerne jegliche Bürgerbeteiligung eher als lästig denn als förderlich empfunden wird.

Man einigt sich, tauscht dies gegen jenes und am Ende ist das dann Politik.

Musterbeispiel für den GRÜNEN Anteil an dieser Politik ist sicherlich die zuständige Senatorin, Frau Dr. Maike Schäfer,  wie sich in ihrem Beitrag beim BFW Niedersachsen Bremen zeigt, ab Minute 59 über das Projekt Kohlhökerstraße.

   

Schon spannend, wie Frau Schäfer so un - zutreffend die Ziele unserer BI umschreibt, und wie wenig sie sich an den ihr bekannten Tatsachen und an den von Ihrer Partei mit unterschriebenen Koalitionszielen orientiert.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir gehen davon aus, dass wir leider eine Klage werden einreichen müssen. WEr sich zielführend daran beteiligen möchte kann das gerne tun. Und die klagende Partei, Anwohner, die sich dem Stress des Verfahrens aussetzen, mit einer kleinen, oder auch großen Spende unterstützen:

Rechtsanwaltsanderkonto Uwe Gesper, IBAN: DE66 2905 0000 2002 241812 BIC: BRLADE22XXX bei der Norddeutschen Landesbank  Girozentrale NORD/LB

Wäre toll, wenn wir gemeinsam das Risiko tragen könnten, wäre toll, wenn nicht die mit dem größeren Geldbeutel bestimmen, wie es in dieser Stadt aussehen soll.

Toller wäre es allerdings, wenn StadtPLANUNG wieder PLANUNG wäre, und zwar für alle in dieser Stadt. Und auch in Bezug auf Baustellenumfelder, dabei denke ich an alle Gröpelinger*innen, die im Umfeld des ehemaligen Straßenbahndepots wohnen und derzeit eine katastrophale Planung in Bezug auf die Verkehrsführung ausbaden dürfen.

Update:

In den letzten Tagen wurden vor dem Gebäude Menschen mit Zeichnungen vor dem Gebäude gesichtet, die über die Entfernung der Schranke sprachen, um LKW rückwärts einparken zu können.

Es tut sich still und leise was, derweil der Investor das Gebäude weiterhin vor sich hin verwahrlosen und für Polizeiübungen kaputtmieten lässt.

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Ein bisschen was zum Hintergrund und zur Vorgeschichte

Auf dem Gelände der Landeszentralbank zwischen Kohlhökerstraße und Imre Nagy Weg soll eine neue Wohnanlage gebaut werden. Bestandteil dieser Wohnanlage sollte zunächst ein Hochhaus mit 14 Stockwerken sein. Dieses Hochhaus wäre dann ungefähr so hoch wie das GewobaHochhaus geworden. Inzwischen wurde die Planung angepasst und aus 45 Metern wurden 33 Meter bei 11 Stockwerken. Die Nutzfläche soll mittlerweile noch vergrößert werden, weil ja der Sozialwohnungsanteil von 25% auf 30 erhöht wurde. Es kommt also deutlich mehr Baukörpermasse in den Innenbereich. Ein Teil der Wohnungen, die nicht mehr ins Hochhaus kommen, sollen in der Eckbebauung Salvador Allende Straße/Kohlhökerstraße aufgestockt werden. Insoweit sieht die Planung eine Verdichtung vor, die das Maß gesunder Wohnbebauung und auch den Rahmen bremischer Urbanität sprengt.

Stand der Dinge

Seit Anfang 2019  haben wir erreicht, dass zumindest eine kleine Diskussion begonnen hat. Das wird aber nicht reichen, um dieses monströse Projekt zu verhindern. Schon haben sich die Parteien der "Koa" Grüne, Linke und SPD darauf verständigt, dass doch 11 Stockwerke zumutbar sind. Die Grünen allen voran ignorieren, dass der Abriss eines Gebäudes mit der Masse der alten LZB ein Angriff auf die Umwelt und eine Frechheit gegenüber allen ist, die versuchen, den CO2 Fußabdruck klein zu halten.

Da wird auch gerne in die Trickkiste gegriffen, und die verbauten KMF verteufelt. Diese Dämmstoffe sind allerdings im schon verbauten Zustand nicht das Riesenproblem, erst wenn sie ausgebaut werden - so wie das bei einem Abriss unumgänglich ist, kommt es zu Problemen. Eine Beprobung ist überwiegend nicht erfolgt, bei der Eile, die das Gutachterbüro hatte, ein Tag Ortstermin wollte dann schon reichen, ist das auch kein Wunder. Wahrscheinlich erfolgt die Beprobung vor dem Abriss, und dann, Wunder geschehen dann doch, werden die Baustoffe gar nicht so schlimm sein. Bis dahin verbreitet der Weserkurier ungewöhnlich rasch und ungewöhnlich kritiklos, dass ein Umbau nicht möglich sei. Provinzieller geht es kaum noch.

Am 04. Februar hat das Ortsamt das Gutachten der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt, es waren viele Anwohner*innen da, hier das Gutachten, zum Nachlesen.

Die größere Diskussion, wie soll sich unsere Stadt entwickeln, braucht Bremen wirklich ein Hochhaus nach dem nächsten oder geht moderne Verdichtung anders? wurde und wird nicht geführt, der Wohnungsnotstand als allgegenwärtige Drohung macht blind für alle Argumente, die gegen einen Abriss sprechen.

Wollen wir hinterher hinken und Bauten abreißen, die nicht reif für den Abriss sind, nur damit Gebäude errichtet werden, die energetisch am unteren Rand des gerade noch Zulässigen sind und von der Verdichtung her bestehendes Recht dreist übertreten? Kann man machen, kann man auch gut finden. Diskutiert werden sollte es aber, und vor allem: die Politiker sollten dann auch dazu stehen, dass geltendes Recht sie nicht die Bohne interessiert und dass sie lieber Investoren hofieren, die mit dem Resultat der Entscheidungen nicht leben müssen. Und dass sie nicht bereit sind, das zu tun, was ihnen zusteht und was auch ihre Pflicht ist: der Verwaltung die Richtung vorzugeben, und die Auswüchse der letzten Jahre und Jahrzehnte zu beenden.

Derzeit sieht es so aus:

Die Bauverwaltung bereitet in Absprache mit Politik und Investor den Entwurf eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes vor.

Dieser wurde 26.  März in der Baudeputation  im Umlaufverfahren beraten und verabschiedet und liegt nunmehr aus.

Die Art und Weise, in der hier der Plan durchgewunken wurde, obgleich nicht alle Unterlagen vorlagen am 26.03., (ist wohl auch niemandem aufgefallen..) lässt uns davon ausgehen, dass es vor Gericht geht. Wer sich an den Gerichtskosten beteiligen will, auch kleine Hilfen helfen, kann auf das Prozesskostenkonto einzahlen:

Rechtsanwaltsanderkonto Uwe Gesper, IBAN: DE66 2905 0000 2002 241812 BIC: BRLADE22XXX bei der Norddeutschen Landesbank  Girozentrale NORD/LB

Sollten wir klagen und insgesamt gewinnen, werden die Prozesskostenspenden (steuerlich nicht absetzbar, weil wir kein gemeinnütziger Verein sind) zurückgezahlt. Für Klein und Kleinstspenden: die sind willkommen, für eine Rückzahlung ist wahrscheinlich der Aufwand exorbitant, zumal, wenn es ein Teilobsiegen wird mit gequotelter Kostenentscheidung. In diesem Falle würden wir alles, was "über ist" für die weitere Tätigkeit der BI verwenden (Druckkosten etc.).

​​Bleibt, bleiben Sie informiert, es wird hier Formulierungshilfen und Anregungen geben für zahlreiche Einwendungen.

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